Seattle & Portland – Week 15

11. Dezember 2016 Places, Vancouver, Van_Dezember

Diese Woche verließ ich das verschneite Vancouver und unternahm einen Kurztrip an die Westküste Amerikas nach Seattle und Portland.


Montag, 5.12.2016

Schneechaos am letzten Unitag

Wochenlang habe ich den Gerüchten meiner Freundinnen geglaubt, dass es in Vancouver viel zu warm für Schnee sei. Ich konnte es daher kaum glauben, als ich am Montagmorgen aus dem Fenster schaute und mir ein verschneites Vancouver entgegenstrahlte. Meine kindliche Freude wurde allerdings schnell von der Erkenntnis getrübt, dass jeder Auto- und Busfahrer in Vancouver heillos überfordert mit der Fahrt auf verschneiten Straßen ist. Mein Bus zum Skytrain ließ 30 Minuten auf sich warten und somit kam ich das erste und einzige Mal in diesem Semester zu spät auf die Uni. Nicht unbedingt die beste Vorraussetzung für den letzten Tag, aber meine Präsentationen und Prüfungen liefen dennoch super.

 


Dienstag, 6.12.2016

Auf nach Seattle

Verschlafen, aufgeregt und winterfest angezogen machte ich mich um 5:00 morgens auf den Weg zur Pacific Central Station, von der mein Zug nach Seattle abfuhr. Bereits vor der Abfahrt mussten alle Reisenden Dokumente zur Immigration ausfüllen und eine strenge Passkontrolle, inklusive Finger- und Pupillenscan, passieren.
Die Zugfahrt nach Seattle dauerte mit Verspätung und Grenzkontrolle gaze fünf Stunden und war  wunderschön! Der Amtrak Train fährt einen großen Teil der Strecke direkt an der Küste entlang und bietet bei Schönwetter einen traumhaften Blick auf Bergketten, Strände und das Meer.

Auch in Seattle blieb mir der Sonnenschein erhalten und ich erkundete den Pike Place Market, direkt neben meinem Hostel. Hier gibt es neben Fisch, Obst und Fleisch so ziemlich jeden nötigen und unnötigen Blödsinn zu kaufen. Sowohl die fröhliche Stimmung als auch die leckeren Kostproben am Pike Place Market machten den Markt zu meinem Lieblingsort in Seattle und ich spazierte während meines Aufenthalts noch sehr sehr oft den Markt auf und ab.

Am gleichen Tag besuchte ich den Olympic Sculpture Park und das Seattle Center. Hier steht neben dem EMP Museum und der Mercer Arena auch die Space Needle. Von dem 184 Meter hohen Turm hatte ich ich dank des traumhaften Wetters einen tollen Blick über die Stadt.


Mittwoch, 7.12.2016

Gum Wall, Kerry Park & Underground Tour

Am zweiten Tag besuchte ich die Gum Wall, eine Hauswand an der  über eine Million bunter Kaugummis kleben. Das Ritual begann 1991 damit, dass Besucher eines naheliegenden Theaters ihre benutzten Kaugummis an die Wand klebten.
Es ist irgendwie grauslich und irgendwie witzig.. 😛

Danach wanderte ich vom Pike Place Market zum Kerry Park, einem Aussichtspunkt am Queen Anne Hill und besuchte das Gingerbread Village im Sheraton Hotel und den Waterfront Park.

Am Nachmittag besuchte ich eine ‘Underground Tour’,  bei der wir durch die unterirdischen Gänge und Keller vom historischen Stadtzentrums Seattles geführt wurden. Seattle wurde direkt auf der Höhe des Meeresspiegels erbaut und deswegen bei Flut oft überschwemmt. Nachdem das Geschäftsviertel 1889 bei einem Großbrand zerstört wurde, beschloss die Stadt, Teile der Gebäude anzuheben um das Problem der Überflutung zu lösen. Die ehemaligen Erdgeschosse der Häuser wurden also zu Kellern und die Hauseingänge in höhere Stockwerke verlegt.


Donnerstag, 8.12.2016

Schneesturm in Portland

Nach einer schönen und sonnigen Zeit in Seattle, ging es mit dem BoltBus weiter nach Portland. Aufgrund einer Schneesturmwarnung die für Portland und Umgebung ausgerufen herrschte Reisewarnung und viele Schulen und Geschäfte in Oregon blieben an diesem Tag geschlossen. Natürlich stellte sich diese Warnung wieder Mal als vollkommen übertrieben heraus. Als ich in Portland ankam schneite es zwar sehr stark, aber von Sturm konnte keine Rede sein. Ich ließ mich also nicht davon abhalten, dick eingepackt das Stadtzentrum zu erkunden.


Freitag, 9.12.2016

Powell Books & Washington Park

Am Freitag wurde der Schnee  von Nieselregen abgelöst und ich verkroch mich in Powell’s Books, das größte Buchgeschäft der Welt.

Danach spazierte ich zum Washington Park, in dem es im Sommer den Japanischen Garten sowie einen Rosengarten zu bewundern gibt. Die Gärten waren leider beide geschlossen, aber im vereisten und verschneiten Park herrschte dennoch eine märchenhafte Stimmung.


Freitag, 10.12.2016

Saturday Market & Heimreise

Am Freitag besuchte ich noch den Saturday Market, an dem es viele handgemachte Produkte wie Seifen, Schmuck und Spielzeug zu kaufen gab und fand hier tatsächlich ein paar hübsche Weihnachtsgeschenke.


Um 14:00 stieg ich dann in den BoltBus, der mich innerhalb von acht Stunden von Amerika zurück über die Grenze in mein geliebtes Vancouver brachte.
Seattle und Portland sind zwei wirklich coole Städte, die schwer miteinander zu vergleichen sind. Beide sind Vancouver in gewissen Teilen sehr ähnlich, haben ihren eigenen Charme und sind absolut sehenswert! 🙂

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3 Replies to “Seattle & Portland – Week 15”

  1. Hans Handler sagt:

    Ganz tolle Photos vom Nord-Westen der USA

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